Garten Rose RosaGarten Rosa Rose

A Community Garden in Berlin Friedrichshain

Geschichte

Achtung! diese Seite ist veraltet

Veraltet bedeutet, die Inhalte auf dieser Seite sind historisch gewachsen von 2007 - 2010. Diese Seite ist wie ein Blog zu sehen, also die ältesten Gegebenheiten stehen unten, inklusive aller alten Kommentare.

Ein kurzer knapper Überblick zu den geschichtlichen Ereignissen ist jetzt (ab Juni 2010) auf folgender Seite nachzulesen.
http://www.rosarose-garten.net/de/historiographie






Wie alles begann…

Im Mai 2004 haben einige BewohnerInnen der Kinzigstraße die Initiative ergriffen und zu der Aktion Nachbarschaftsgarten aufgerufen.
Das „Bauschild“, einige Plakate und die Aussicht auf selbst gebackene Kuchen haben dazu geführt, dass sich Menschen aus der Nachbarschaft getroffen haben, um aus der Brache einen Garten zu machen. Es kamen sehr unterschiedliche Menschen zusammen: Hausfrauen, Kinder, RentnerInnen, HundebesitzerInnen, StudentInnen, ArchitektInnen, KünstlerInnen... einfach die Nachbarschaft.
Ideen für unseren Gartentraum gab‘s genug!

Die Fläche

Seit vielen Jahren lagen in unserem Wohnviertel drei nebeneinander liegende Grundstücke brach. 2000 m² zugemüllte Fläche - in einem an Grünflächen sehr armen Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Warum ein Nachbarschaftsgarten in Berlin-Friedrichshain?

Nicht nur in Friedrichshain gibt es immer weniger nachbarschaftliche Netze, immer weniger Grüßkontakte auf der Straße.
Der Öffentliche Raum wird zunehmend kommerzialisiert oder kostet Eintritt. In der Folge werden Menschen, die dem Konsumdruck nicht gewachsen sind, isoliert. Besonders davon betroffen sind Menschen mit geringen Einkommen, Erwerbslose, ältere Menschen.
Immer weniger Flächen stehen zur Verfügung, auf denen Menschen sich wohnortnah begegnen und kennen lernen können ohne dafür Geld ausgeben zu müssen.
Der Nachbarschaftsgarten auf der Freifläche soll diesem Trend entgegenwirken. Den AnwohnerInnen soll er die Möglichkeit bieten, nahezu ohne finanzielle Aufwendungen an einem gemeinschaftlichen, intergenerativen Projekt aktiv teilzunehmen, andere Menschen kennen zu lernen, sich handwerklich, gärtnerisch oder künstlerisch auszuprobieren.

Der Müll muss weg…

Die erste Aktion, die wir gemeinsam unternommen haben, war den Garten vom Müll zu befreien. An einem Sonntag haben wir allen Müll, der auf der Fläche lag, zusammen gesammelt: Kühlschränke, Fernseher, Mülltüten, alte Kleider, Hundehaufen…
Neben der Arbeit haben wir uns bei Kaffee und Kuchen kennen gelernt und schon einmal über unsere Ideen zum Garten ausgetauscht.

…und ihre tatkräftige Umsetzung

Seit Mai 2004 treffen wir uns regelmäßig zum gemeinsamen Diskutieren, Arbeiten, Organisieren, Bauen, Pläne schmieden, Pflanzen, Gießen, Feiern und Kuchen essen.
Unser Garten ist ein wichtiger Ort für die gesamte Nachbarschaft geworden! Viele Nachbarn nutzen diesen offenen Raum für ihre Hochzeiten, Geburtstagsfeste, Kinoabende, Lesungen und wir veranstalten auch regelmäßig unsere Gartenfeste für die gesamte Nachbarschaft in unserem Garten!

…unser Gemüsegarten

Seit 2004 versuchen wir trotz schwieriger Bodenverhältnisse unser eigenes Gemüse zu pflanzen. Da niemand viel Geld investieren kann, wurden Materialspenden gesammelt. Erstaunlich war, wie sich unterschiedliche Kontakte der AnwohnerInnen ergänzten: Mutterboden für viele neue Beete, Samen, kleine Bäume, Sträucher und Stauden, Maisfelder, alte Steine für Beetumfassungen und Wegbegrenzungen.





Rosa Rose startet auf einer neuen Flaeche!

Nachdem vergangenen Sommer auch der letzte Rest des Gemeinschaftsgartens in der Kinzigstrasse Investoren zum Opfer fiel und die Pflanzen auf die Fuehmannflaeche umzogen, wurde nun vom Bezirksamt der Rosa Rose eine Flaeche zur Verfuegung gestellt.

In der Frankfurter Allee 104-106, innenliegend zur Jessnerstrasse wollen wir einen neuen Gemeinschaftsgarten schaffen.

Dafuer laden wir ein zum gemeinsamen Ideensammeln und Kennenlernen

am Samstag den 10. April von 15-17 Uhr
Auch bei Regen! (Ort ist dann ausgeschildert)

Alle, die mitmachen oder sich informieren wollen,
sind herzlich willkommen !!!


Rosa Rose ist z.Z. im Winterschlaf

Rosa Rose ist noch nicht tot, sie schläft nur ein bisschen, irgendwo...



Was jetzt so auf dem Grundstück Kinzigstraße 13/15 so los ist
Bitte unbedingt lesen: Artikel in der Berliner Zeitung vom 30.11.2009




Der Gemeinschaftsgarten Rosa Rose musste aus der Kinzigstraße weichen, damit u.a. ein gewisser Herr Wolfgang Haffner aus Berlin Frohnau den Garten schön mit Baggern zerstören konnte. Die Fläche wurde eingezäunt und der Zaun als Plakatwand vermietet. Haffner möchte die Fläche aufwerten, super, schöne Aufwertung bis jetze, wer will denn die Werbung sehen, doch nur das Portemonnaie von Haffner. Danach möchte Haffner Häuser bauen und einen Garten nur für die privilegierten Wohnungs-Insassen schaffen. Rosa Rose versteht nicht, was daran eine Aufwertung sein soll. Ein schicker Garten bestand bereits und zwar für ALLE die rein wollten, da die Türen immer offen standen und Häuser gibt's hier auch genug. Wieso wird ein solches Haus nicht in Frohnau gebaut?
Rosa Rose verstand sich immer als Gemeinschaftsgarten für die gesamte Gemeinschaft, also für alle, auch Leute wie Haffner konnten hier in der Sonne sitzen. Der Garten war z.B. in den letzten Jahren auch immer beim Langen Tag der StadtNatur dabei, das ist wohl erstmal vorbei, oder?



Nachbarschaftsgarten Rosa Rose testet derzeit eine nomadische Lebensweise - kurzer Abriss: Was bisher geschah

Wie alles begann ...
Im Mai 2004 haben einige BewohnerInnen der Kinzigstraße die Initiative ergriffen und zu der Aktion Nachbarschaftsgarten aufgerufen. Seit vielen Jahren lagen in unserem Wohnviertel drei nebeneinander liegende Grundstücke brach. 2000 qm zugemüllte Fläche – in dem an Grünflächen sehr armen Bezirk Friedrichshain- Kreuzberg .
Es kamen sehr unterschiedliche Menschen zusammen und haben einen Gemeinschaftsgarten aufgebaut. Wir sind offen organisiert – jeder/jede ist eingeladen mitzumachen! Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen, Workshops und auch Weiterbildungsveranstaltungen.
Seitdem treffen wir uns regelmäßig zum gemeinsamen Gärtnern, Diskutieren, Arbeiten, Organisieren, Bauen, Pläne schmieden, Gießen, Feiern und Kuchen essen.
Der Garten wurde zu einem wichtigen Ort für die gesamte Nachbarschaft! Viele Nachbarn nutzten diesen offenen Raum für ihre Hochzeiten, Geburtstagsfeste, Kinoabende, Lesungen, Nachbarschaftsfeste...

... und weiterging...
Rosa Rose auf der Kinzigstrasse bestand zur einen Hälfte aus der wenig begärtnerten Hundefläche und zur andern Hälfte aus dem Hundegeschützten, mit der kreativen Energie vieler vieler Menschen geschaffenen Gemüse-, Kräuter-, Blumen-, Lern- und Fest-Garten. Gerade dieser Teil schrumpfte im Frühjahr 2008 um ein Beträchtliches. Eines der drei Grundstücke wurde Mitte 2007 an einen Investor verkauft. Leider erfuhren wir erst spät davon. Im März 2008 wurde dieser Teil des Gartens geräumt, aber wir konnten viele Pflanzen retten und machten auf der verbliebenen Fläche weiter. Die zwei übrigen Grundstücke wurden bald an einen anderen Investor verkauft. An einem Samstag im Juli 2009 gruben wir alle Pflanzen aus, luden sie auf 15-20 Lastenfahrräder, die aus der ganzen Stadt zusammengekommen waren und fuhren sie mit einer feierlichen Umzugsparade zu einer anderen Brachfläche auf der Frankfurter Allee. Wie Rhizomausläufer entstanden dabei auch in vielen anderen Stadtteilen kleine RosaRose-Asylbeete.

...und weiter...
Die Freifläche an der Frankfurter Allee 14a liegt zwischen Wohnhäusern, einem angesehenen Musikgymnasium und einer ehemaligen Schule, die inzwischen zu einer neuen Bezirksbibliothek umgebaut wird. Auf einem Teil der unbebauten Fläche wird bald eine neue Kindertagesstätte errichtet und das Musikgymnasium braucht eine Erweiterung des Sportplatzes. Der Rest soll Park werden. Verschiedene Akteursgruppen machen sich dafür stark, hier einen partizipativ gestalteten Bürgerpark entstehen zu lassen – inklusive eines gärtnerischen Moduls. Zur Zeit (Dezember 2009) ist es unklar, ob Rosa Rose Teil eines solchen Konzeptes werden könnte. Ebenso unklar ist, ob der Bezirk Rosa Rose eine Ausweichfläche anbieten wird/ kann. Die Pflanzen sind bis zum Frühjahr erst einmal sicher dort, evtl.sogar bis zum Herbst. Falls ein weiterer Umzug folgt, haben unsere Obstbäumchen wenigstens ein paar Mal durchgeatmet...

...und weiter...
Wir träumen weiter – oder ist es eine Vision? - vom Garten als

  • eine gemeinschaftlich und vielseitig genutzte grüne Fläche in unmittelbarer Nähe zum Wohnbereich,
  • eine heilsame Oase der Ruhe, der Frischluft und des blühenden Lebens in einer oft hektischen und ungesunden Umgebung,
  • ein wichtiger Ort für nachbarschaftliche Kommunikation und Stärkung des sozialen Zusammenhalts,
  • ein Ort des Lernens in so vielfältiger Weise,
  • ein kleines, grünbuntes Juwel in unserer kostbaren urbanen Natur, die das Leben inmitten von Stein und Beton so viel größer macht.




Haben wir etwas vergessen? Ganz sicher, denn die vielen schillernden Facetten eines solchen Gartens lassen sich nicht so schnell in Worte fassen. Wir wünschen und hoffen sie aber weiterhin spüren und erfahren zu können. Daher arbeiten wir nicht nur an einer Lösung für unsere Rosa Rose, sondern setzen uns auch bezirksübergreifend für Möglichkeiten ein, Gartenprojekte zu bewahren und entstehen zu lassen. Die Zeit für mehr Gärten in der Stadt ist da. ;)





GARTEN REST ROSA ROSE ist umgezogen und bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern!

Ein Videomitschnitt vom 18. Juli ist jetzt online. HIER

Von Alt- und Neu(rosa)rosen

Umzug 18.07.2009

Berlin, im Juli 2008
(---Der viel bejubelte Gemeinschaftsgarten Rosa Rose in Berlin Friedrichshain wurde am 7. Mai 2008 von Steffen Kreutzer und der Firma Gefiplan zu zwei Dritteln planiert.---)

Ich glaub, ich hab ne Neu(rosa)rose... Dabei hätte ich viel lieber die Alt(rosa)rose, aber man darf nicht so wählerisch sein und muss sich freuen, überhaupt was zu haben – Neu(rosa)rose, Alt(rosa)rose, immerhin ne Rose, und sogar dem Zeitgeist entsprechend biologisch angebaut.
Der Begriff der Neurose ist ja spätestens seit Freud umstritten. Der verstand Neurosen als leichtgradige psychiche Störungen, die durch einen Konflikt verursacht werden, während der Erfinder des Wortes Cullen sie 200 Jahre vorher als rein funktionelle Erkrankungen beschrieb.
Ich bin kein Psychiater, aber die Beschreibungen passen beide auf meine Neu(rosa)rose. Vielleicht bin ich auch noch schizophren...? Das wird ja heutzutage von Behörden und Regierung gefördert, indem unzählige alleinlebende Hartz IV – Empfänger sich als Bedarfs“gemeinschaft“ deklarieren müssen und Einzelpersonen auch in Deutschland neuerdings nach § 129a (Bildung terroristischer Vereinigungen) verurteilt werden sollen, auch wenn sie das einzige Mitglied der Vereinigung sind. Darf man da noch „Mit“glied sagen? Gut, in „Vereinigung“ steckt die Zahl eins ja schon drin...
Hinzu kommt, dass das Problem auch nicht nur persönlicher Ebene, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene besteht. Habe ich Abgrenzungsprobleme? Ich glaube nicht, nämlich – zurück zu den Rosen – mein und unser Problem ist doch eine funktionelle Störung (das entspricht Cullens Definition) im System. Politiker fordern von den Bürgern mehr Beteiligung an der Gestaltung der Gesellschaft, aber Förderungen solcher Beteiligung werden nicht so laut beschrien wie die Forderungen, Instrumente dafür gibt es auch nicht viele. Vielleicht liegt das daran, dass die Bürger Verantwortung, also Pflichten, übernehmen, aber keine Rechte im Gegenzug bekommen sollen. Die psychische Störung entsteht durch den Konflikt der sich widersprechenden Forderungen und tatsächlichen Handlungen (da kommt Freud zum Zug).
Aber wir haben noch eine dritte Interpretation der Neu(rosa)rose auf Lager: durch die Zerstörung der Gartenfläche wird das ganze Projekt auf eine neue Ebene gehoben – eine erstmal abstraktere Ebene, denn eine Gärtnergruppe ohne Garten hört sich an wie ein Oxymoron. Ist es aber nicht, denn wir gärtnern weiter. Zwar kultivieren wir gerade weniger Pflanzen, dafür Werte, Ideen und Strategien. Auf diesem fruchtbaren Boden können bald neue Gärten wachsen.

Berlin, im Juli 2009
(---Der neue Besitzer der Restgartenfläche, Wolfgang Haffner, kündigt den Beginn der Bauarbeiten für den 20. Juli 2009 an und damit einhergehend, dass er den GärtnerInnen jeglichen Zutritt zum Garten ab diesem Tag verwehren wird.---)

Die vom Schock Anfang 2008 vollständig genesene Rest-Alt(rosa)rose ist innerhalb einer Woche komplett umgezogen. Wohin? - Was passiert mit Rhizomen, wenn sie im Boden zerschlagen werden? - Genau, jedes einzelne Teil schlägt Wurzeln und wächst zu einer neuen Pflanze heran, angepasst an die jeweiligen Standortbedingungen. So findet Rosa Rose warmherziges Asyl in Friedrichshain, im Prenzlauer und in Kreuzberg, Weissensee, Schöneberg, Lichtenberg und anderen Teilen der Stadt. Das Rhizomgeflecht wird dichter.

Mit besten Grüßen,
Dr. Jckyll and Ms. Hyde

neurose2.JPG neurose4.JPG



Wirklich der letzte Sommer für die Rest Rosa Rose?
am 18. Juli GRRR ! Der GartenRest Rosa Rose zieht um !




 Die Demo für einen Garten für Alle.jpg
Ein Garten für ALLE !! statt Wohnraum für wenige




Demo Garten durchgeKreutzert
Herr Kreutzer (aus Luhme) von der Firma Gefiplan hat nun auf das Grundstück Kinzig 11 ein Haus stellen lassen, sowas überlebt natürlich kein Pfefferminzblättchen.


So sieht´s jetzt noch aus, auf der Kinzig 13/15

RR_Apfelbluete_Apr09.JPG RR_gelberMohn_Apr09.jpg
Schema_Kinzig_RosaRose2_0.jpeg

Für alle, die den Garten nur aus Worten oder von früher kennen, hier eine schematische Darstellung der Bodenaufteilung. Rechts und links stehen natürlich auch noch Häuser - und gegenüber und sowieso fast überall im Kiez. Häuser, Strassen, Stein und Beton: eine fast flächendeckende Versiegelung in diesem Quartier von Friedrichshain.

Die Grundstücke Nr. 13 und Nr. 15 sind in den Besitz von Herrn Haffner übergegangen und der Bauantrag wurde bereits gestellt. Das Bauvorhaben soll am Dienstag, den 21.04.2009 ab 18 Uhr im Ausschuss für Stadtplanung und Bauen vorgestellt werden.

Wir fordern weiterhin vom Bezirksbürgermeister Schulz sowie vom Berliner Abgeordnetenhaus die Einlösung ihres Versprechens, einen Fonds zur Unterstützung von gemeinnützigen gärtnerischen Nachbarschafts- und Grünen Gemeinschaftsprojekten auf Landesebene und mehrere Koordinierungs- und Beratungsstellen für gemeinnützige Gärtnerische Nachbarschafts- und Grüne Gemeinschaftsprojekte auf Bezirks- und Landesebene zu schaffen.




Frühlingsimpressionen aus der Rosa Rose April 2009


Aus unserer Liedersammlung

Summerrain - Seedbomb Song
Summerrain and the growing gets easy
Seeds are sprouting Logo Schneckie Rosie
and the weeds grow high

May the soil be rich
and the water free flowing
Hush now, little seedling,
dont you die!

One of these mornings
you re gonna rise up sprouting
you re gonna spread your leaves
and reach for the sky

but until that morning
after the rain falls
you re gonna just sit there
in the soil - staying dry...


Rosa Weihnacht -
Ein Rosland ward geboren

Es ist ein Ros’ entsprungen
Und ward ein Blümlein zart
Es wurde weggezwungen
Nach Investoren-Art.

Doch Rosen, die sind dornig
Und setzen sich zur Wehr,
Die Stadt gehört uns allen
Wir geben sie nicht her!


Rosa Rose ist noch da und bleibt, denn:

Hauswand Kinzigstraße

Eine andere Welt ist pflanzbar!



zucchini


Eine andere Welt ist möglich!





spendenrosi.jpg

Teilweise Planierung des Gartens (7.Mai)

widerstandsfruehstueck
Blockade durch Frühstück
bagger
Planierung


Leider konnten wir nicht verhindern, dass Bäume gefällt und große Teile des Gartens planiert wurden. [Längerer Bericht folgt bald.]

Verwüstung durchgeführt!

Wir machen also weiter und wollen nach wie vor das Grundstück als Garten sichern. Wir wollen es für alle kaufen und benötigen dafür noch etwas Kleingeld.

Was geschah am 14.3.2008 ?! ...
hier unser Statement und unsere Forderungen ...
--- unsere Pressemitteilung ---



vorher
vor dem 14. März
nachher
nach der Verwüstungsaktion 14. März 2008



... ... PHOTOS vom 14.03.2008 ... ... ...
. ... ... VIDEO vom 14.03.2008 ... ... ...


Am 14.03.2008 um 7 Uhr kamen Herr Kreutzer, Polizei und Bauarbeiter. Nach Gesprächen mit der Einsatzleitung wurde aber nur zur Kenntnis gegeben, dass jetzt ein Bauzaun gestellt wird. Weitere Polizeibeamte kamen herbei und räumten wenig gewaltfrei die Menschen die sich friedlich vor den Garten gestellt hatten weg. Der Garten wurde geräumt und sinnlos zerstört. Persönliche Anwesenheit von Politik blieb leider weitgehend aus, die Presse hingegen berichtet zahlreich. Bitte kommt vorbei und informiert euch auch weiter hier auf der Seite! Und unterstützt uns weiter! Denn vorbei ist es jetzt erst recht nicht!

Räumungsbericht von einer Gartennutzerin ... hier (weiter lesen)...



Räumung des Rosa Rose Gartens

Unterstützer hier: http://www.rosarose-garten.net/aid

z.B. Email von Frau Lompscher [Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Berlin] an Herr Kreutzer.rtf (7 KB)


Rosa Rose wurde eingezäunt und völlig sinnlos verwüstet!

alle werden um unterstützung gebeten und gebeten, es vielen weiter zu erzählen!!!
denn ... ... ... ... ... ... Rosa Rose muss BLEIBEN!

Demos in Luhme/Repente

Wir demonstrierten in Luhme und speziell in Repente vor Gefiplan in der Repenter Straße 6.

an mehreren Wochenenden und es geht weiter...


Demo RosaRose bleibt

Der selbstorganisierte Gemeinschaftsgarten ist bedroht!

Daher benötigen wir Hilfe!


näheres:
http://www.rosarose-garten.net/demo

Rosa Rose muss Bleiben
Die Rosa Rose MUSS einfach bleiben - fotographiert von Margret Thieme 2008







über uns

Wir sind Anwohner/innen aus der näheren und weiteren Umgebung. Seit Mai 2004 sind wir auf der Fläche aktiv und haben einen Nachbarschaftsgarten mit Menschen aus vielen Ländern und unterschiedlichen Alters aufgebaut.

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Kuchen essen im Sommer
Unsere Gartengruppe wurde mit den Jahren immer größer und internationaler, im Moment sind ca. 10 feste und ca. 30 gelegentliche Nutzer/innen aus verschiedenen Ländern aktiv (England, Italien, Spanien, Deutschland, Polen, USA, Österreich und Australien).

Wir sind offen organisiert –
jeder/jede ist eingeladen mitzumachen!



misst_lkw.jpg
Mist abladen im Nov 2007
Wir organisieren kulturelle Veranstaltungen, Workshops und auch Weiterbildungsveranstaltungen.

Wir treffen uns zum Gärtnern, zum Kaffee trinken und um die Sonne im Grünen mitten in der Stadt zu genießen – seit wir uns einen offenen Treffpunkt geschaffen haben, sind wir uns in unserem Kiez nicht mehr fremd – sondern über den Garten kommt man ins Gespräch:

Die Nachbarn sind jetzt Bekannte!




Träume für unseren Nachbarschaftsgarten…


Für uns ist ein Nachbarschaftsgarten:

  • eine gemeinschaftlich von Anwohner/innen und Freund/innen genutzte grüne Fläche in unmittelbarer Nähe zum Wohnbereich,
  • auf der mensch sich in der Sonne ausruhen,
  • sich mit Nachbar/innen treffen kann,
  • und idealerweise Platz bleibt für verschiedene Nutzungen, die den Anwohner/innen am Herzen liegen.
  • ein wichtiger Ort für nachbarschaftliche Kommunikation, welche den notwendige sozialen Zusammenhalt stärkt



Wir wollen unseren Nachbarschaftsgarten langfristig etablieren und suchen nach Möglichkeiten dies als Stiftungseigentum zu ermöglichen. Dazu sind wir auf breite Unterstützung angewiesen.


Garten Rosa Rose 2007
Garten Rosa Rose 2007



Gartenfest_2006_Rosa_Rose.jpg
Gartenfest im Sommer 2006







last modified 17. June 2010 - 11:56

Comments

Das macht mich traurig

Ich habe eben über ein paar Links eure HP gefunden. Bin seit ein paar Jahren weg aus berlin und kannte den Garten nicht. Aber eines ist klar: Solche Projekte braucht das Land! Es ist einfach eine Ungeheuerlichkeit, dass immernoch Politik gemacht wird und Dinge getan werden, die völlig vorbei an den Menschen, ja der Menschheit und ihrer Zukunft gehen! Dass hier ein einzelner daher kommen kann und nur mit GELD dafür sorgt, dass die Leute nach seiner Pfeife tanzen müssen und am Ende wohl wieder nur für die dekadente Oberschicht gebaut wird, zeigt das wieder mal. Ja, wie hier schon geschrieben wurde, was soll es denn werden? Lofts oder ein Parkhaus? Ich weiß schon, warum ich aufs Land gegangen bin... Man beachte immerhin: Das Land kann ohne Städte leben, aber keine Stadt ohne Land!
Leute, ich wünsche euch von ganzem Herzen alles Gute und dass es noch eine Möglichkeit gibt, den Garten zu retten!

Gruß,
Philipp

Unverständlich, dass

Unverständlich, dass Menschen den Gemeinschaftsgarten als Schandfleck bezeichnen!!! Berlin will Weltstadt sein und ähnelt mittlerweile mehr einer kitschig verzierten Hochzeitstorte mit Cocktailkirsche obendrauf... Was soll den dahin...noch ein Bürogebäude? Hey, wie wärs mit noch einem Fitnessstudio oder noch einen McDoof oder noch einer Videothek? Ringcenter 3? Oder Luxuswohnungen, die sich der Durchsnittsberliner(Ja, es gibt sie noch, die Hiergeborenen) von außen angucken darf! Berlin bleibt grün!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

ich habe den rosarose-garten

ich habe den rosarose-garten im oktober als berlin-besucherin gesehen: finds gut dass es so initiativen in der stadt gibt, die nicht-kommerzielle und selbstverwaltete räume schaffen. räume, wo anwohnerInnen und andere zusammen kommen, und gemeinsam was schaffen. wünsche den gärtnerInnen und den symphatisantInnen viel energie für die auseinandersetzungen...

als Anwohnerin bin ich sehr

als Anwohnerin bin ich sehr traurig, dass dieses sonnige Stückchen Grün verschwinden soll...die Kinzigstrasse würde dadurch viel trauriger und düsterer, nur noch Abstellfläche für Autos, und Menschen, die sich in ihren Wohnungen vergraben, aus ihren Fenstern und Balkonen auf Beton schauen und Feinstaub einatmen...bunte Blumen und ein grüner sonniger Garten tut uns Allen gut, auch wenn Manche länger brauchen, sich nicht so schnell trauen, diese Oase in der Stadt zu geniesen.

Räumung

Als ein neutraler Beobachter, der sich beide Seiten angesehen und -gehört hat, habe ich folgende Meinung.
Einerseits kann ich die bisherigen Nutzer verstehen, dass sie empört über die Art und Weise der "Übereignung sind. Sicherlich haben sie viel Zeit und Arbeit investiert um den Schandfleck zu kultivieren. Andererseit sollte doch schon von vornherein klar gewesen sein, dass die kein Dauerzustand ist und bleiben konnte. Es bestand doch nie Zweifel daran, dass es irgendwann mal einen Erwerber gibt, der das Gelände kommerziel betreiebn will.
Meiner Auffassung nach, hat es nur Kommunikation zwischen den Beteiligten und fehlendem Geld bei der RosaRot-Fraktion gemangelt. Dafür kann man aber wohl kaum den neuen Eigentümer verantwortlich machen. Stadt ist halt Stadt und kein Dorf mit Feldern und Wäldern.

Als Anlieger sind wir froh

Als Anlieger sind wir froh dass dieser Schandfleck verschwindet.

Wie im Kleinen so im Grossen

Eine Schande, enschuldijen Se ma, is meines Erachtens die Tatsache, dass Geld die Welt regiert - oder bzw. Habgier manche Menschen regiert und die dann die Welt fuer sich regieren - und nicht etwa Menschen die Welt fuer Menschen regieren. Was mit der Rosa Rose passiert ist nur im Kleinen, was auch im Rest der Welt in allen Groessenordnungen passiert.

"Wenn s n Krieg waere", wuerden die Amis Rosas Raeumung als "casualty" abhaken. Nein, das heisst nicht etwa "Laessigkeit" (so wie "casual clothing" - Freizeitkleidung heisst), sondern das ist ein euphemistischer Ausdruck fuer (angeblich) unvermeidbare und hinzunehmende unschuldige Menschenopfer. Zum Beispiel Lehrer und Schueler, wenn die Bombe eine Schule trifft - ooops, die Militaereinheit entschuldigt sich, man hatte stichfeste Hinweise, dass es sich um ein illegales Waffenlager handelte...

Naja, Jott sei s jelobt und Hallelujah Baby Jesus (is ja immer noch Ostern wa), ham wa hier keen Krieg, jedenfalls noch nicht. Klassenkrieg auch nicht, oder? Der Sozialstaat funktioniert ja schliesslich immer noch ganz gut und selbst in Friedichshain mit fast 20% Arbeitslosigkeit muss niemand hungern oder frieren. Jedenfalls noch nicht.
Apropos, wenn s doch so waere, dann haetten die Schandfleck-Gaertner bestimmt den einen oder anderen Tip auf Lager, im Improvisieren sind se ja eigentlich ganz gut, z.B. was Nahrungsanbau, Heizen oder Huettenbauen angeht... Aber soweit kommts ja nicht.
Ich habe Vertrauen ins System. Oder?

hello

hi

Schandfleck

Wieso bezeichnet Ihr den Nachbarschaftsgarten Rosa Rose als Schandfleck? Was gefällt Euch an Pflanzen und Gärten nicht?

Tja , es gibt wohl auch in

Tja , es gibt wohl auch in der Nachbarschaft die verschiedensten Meinungen wie Garten/Grünfläche aussehen sollte...
Keinesfalls scheinen hier alle Anwohner derart unisono in die Rosa Trompete zu stoßen wie es uns die Seiten von anarcho-Weltverbesserern und multikulturellen Träumern auf ihren bunten Seiten lautstark verklickern wollen.
Man kann sicher streiten ob jahrelang verödete Flächen nicht genutzt/begrünt werden dürfen ,solange kein Eigentümer gefunden ist. Aber dadurch Besitzansprüche zu begründen?
Vornehmlich linke wollen immer alles gern umsonst, wollen immer gern anderen ihre Lebensweise aufdrängeln.
Ich persönlich bin kein Verfechter des "englischen Rasens" und mag durchaus etwas Wildwuchs. Doch sowas wie solche Rosa-Rose Projekte wäre nicht mein Ding (dann lieber eine Fläche die die Natur sich selber erobert - ohne Lehmöfen, Kindergeschrei und Hundeplätze!
Es geht euch doch gar nicht ums Grün, das ist doch nur Alibi-Beiwerk damit eine Handvoll Hansel ihren Lebensstil möglichst ungestört, und vielleicht noch gefördert frönen können!

Stimmt.

"Es geht euch doch gar nicht ums Grün, das ist doch nur Alibi-Beiwerk damit eine Handvoll Hansel ihren Lebensstil möglichst ungestört, und vielleicht noch gefördert frönen können!"

Wahrscheinlich richtig.

hallo ! meine kinder haben

hallo ! meine kinder haben sehr gerne den garten genutzt , und mein sohn hat dort seinen geburtstag gefeiert ... mit dem thema kindergeschrei als belästigung anzusehen habe ich häufig zu tun , und ich muss sagen es verärgert mich immer mehr ... plätze für kinder gibt es viel zu wenig , saufen kann ich aber an jeder ecke ... ist ihnen schon mal aufgefallen was hier läuft .. ?? . es ist recht gefährlich , bei diesem autowahn , die kinder auf die strasse zu schicken ... spielplätze sind oft verdreckt , und es liegen mal wieder bierflaschen und kippen rum ... die erwachsenenwelt nimmt sich hier ne menge raus , laut grölend , besoffen durch die strassen zu ziehen ( ich wohne am boxi -- und das ist manchmal echt nicht mehr schön ) ... autos machen einen heiden lärm ... nur die kinder sollen das maul halten ?! .. nein , raus , schreit !! und erst recht dann wenn man uns noch mehr freiraum wegnimmt !!

"...es gibt wohl ... die

"...es gibt wohl ... die verschiedensten Meinungen, wie Garten/Grünfläche aussehen sollte?"

Wovon redest Du eigentlich? Die Fläche war vorher eine Müllkippe, aus der die Leute eine brauchbare Stelle gemacht haben. Selbst, wenn Du sie nicht betreten willst, oder die Gestaltung in Deinen Augen nicht optimal ist, steht doch ausser Frage, dass es ein deutlicher Qualitätsgewinn ist.
Du kannst offenbar die Leute nicht leiden, die das gemacht haben. Dann solltest Du vielleicht sagen, was Du gegen sie hast, aber die Kritik gegen den Garten geht ja wohl in die Hose.
(Einer, der hier wohnt und arbeitet.)

schade, daß Sie blühende

schade, daß Sie blühende Pflanzen, spielende Kinder und entspannende Berliner als Schande ansehen

Wir sind froh wenn es im Kiez etwas Grün gibt.

Wenn der Garten sich kaufen kann, dann verschwindet auch die Schande ...