

Im Mai 2004 haben einige BewohnerInnen der Kinzigstraße die Initiative ergriffen und zu der Aktion Nachbarschaftsgarten aufgerufen.
Seit vielen Jahren lagen in unserem Wohnviertel drei nebeneinander liegende Grundstücke brach. 2000 m² zugemüllte Fläche, in einem an Grünflächen sehr armen Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.
Das „Bauschild“, einige Plakate und die Aussicht auf selbst gebackene Kuchen haben dazu geführt, dass sich Menschen aus der Nachbarschaft getroffen haben, um aus der Brache einen Garten zu machen. Es kamen sehr unterschiedliche Menschen zusammen: Hausfrauen, Kinder, RentnerInnen, HundebesitzerInnen, StudentInnen, ArchitektInnen, KünstlerInnen... einfach die Nachbarschaft. - Ideen für unseren Gartentraum gab's genug!
Im Sommer 2008 wurde der prachtvolle erste Teil des Gartens, im Sommer 2009 der zweite Teil geräumt (Investoren Kreuzer und Haffner siehe Archiv). In einer großen Fahrradkarawane wurden im Sommer 2009 die transportablen Pflanzen mitgenommen und auf mehreren – teilweise neu gegründeten Guerillabeeten – verteilt. Der Großteil fand auf der Fühmannfläche Zuflucht.
Diese Fläche gehört derzeit (Mai 2010) noch dem Liegenschaftsfond und soll an den Bezirk rückübertragen werden. Es gibt gute Gründe, auf einen Bibliothekspark mit Gartenmodul zu hoffen. Dafür machen sich lokale Gruppen (vorwiegend Nicht-Rosa-Rosen) stark.
Achtung, Achtung! Der Liegenschaftsfond ist kein Pflanzen- oder Menschenfreund. Keine Spielchen ohne Vertrag und Miete.
Seit Winter 2009 gibt es mit dem Bezirksamt Friedrichshain konkrete Verhandlungen über einen Nutzungsvertrag der Grünfläche nach dem Modell der Gärten "Laskerwiesen" und "Ton, Steine, Gärten".
Die Gartengemeinschaft hat sich erheblich vergrößert und ein neues Kapitel der Rosa Rose hat begonnen.